Was wäre, wenn Sie erfahren würden, dass es eine ganze Gruppe von Nutzern gibt, die Ihr nutzerzentriertes Design für völlig unbrauchbar halten? Nicht frustrierend oder schwierig, sondern völlig unbrauchbar?
Diese Nutzer können sich nicht auf Ihrer Website zurechtfinden, sie können die Eingabefelder nicht nutzen und sie können den Aufbau der Seite selbst nicht nachvollziehen. Ihre Website lässt dies nicht zu, da Ihr Design nicht darauf ausgerichtet ist, wie diese Nutzer das Internet nutzen.
Bei diesen Nutzern handelt es sich um Millionen von Menschen mit Behinderungen – Nutzer mit Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkungen, die mithilfe von assistiver Technologie (AT) wie Bildschirmleseprogrammen oder „Sip-and-Puff“-Geräten auf das Internet zugreifen.
Das Internet mit einer Behinderung erleben
Für die meisten Menschen ist das Internet zu einer Grundvoraussetzung für den Alltag und die Arbeit geworden. Und für Nutzer mit Behinderungen ist das Internet ebenso unverzichtbar – vielleicht sogar noch mehr, da es oft genutzt wird, um die Herausforderungen und Risiken von Aktivitäten wie Reisen und Einkaufen im Geschäft zu vermeiden. Daher ist die Benutzererfahrung für Menschen mit Behinderungen mindestens genauso wichtig wie für andere.
Oftmals berücksichtigen nutzerzentriertes Design und Usability-Tests jedoch nur den „typischen“ Nutzer, während die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen außer Acht gelassen werden. Das Ergebnis ist ein Design, das nur zur Hälfte den Anforderungen gerecht wird.
Es geht um Barrierefreiheit. Während es bei der Benutzerfreundlichkeit um die Qualität der Nutzererfahrung und das Nutzervergnügen geht, zielt die Barrierefreiheit darauf ab, sicherzustellen, dass jeder Websites und Tools verstehen, sich darin zurechtfinden und mit ihnen interagieren kann. Letztendlich gilt: Ganz gleich, wie benutzerfreundlich Ihr Webdesign auch sein mag – wenn es für Nutzer nicht barrierefrei ist, ist es auch nicht benutzerfreundlich.
Steht Barrierefreiheit im Widerspruch zur Benutzerfreundlichkeit?
Viele UX-Designer glauben, dass Barrierefreiheit und User-Experience-Design grundsätzlich im Widerspruch zueinander stehen – dass eine Verbesserung der Barrierefreiheit die Benutzerfreundlichkeit für typische Nutzer beeinträchtigt. Es stimmt zwar, dass viele barrierefreie Websites schlecht gestaltet sind, doch das bedeutet nicht, dass dies zwangsläufig so sein muss. Dieser Mythos beruht auf den technologischen Einschränkungen, die vor Jahren noch bestanden. Heutzutage sind die Tools und Techniken, die zur Barrierefreiheit von Websites eingesetzt werden, in allen Web-Editoren verfügbar. Ob eine Website gut gestaltet ist, hängt von der Zeit und dem Aufwand ab, die der Designer investiert.
Sie sind immer noch skeptisch? Schauen Sie sich doch einmal die Website an, die Sie gerade lesen! Unsere Website folgt bewährten Design-Heuristiken und ist für Menschen mit Behinderungen, die assistive Technologien nutzen, uneingeschränkt zugänglich.
Barrierefreies Design
Sie können Websites gestalten, die benutzerfreundlich und für alle zugänglich sind. Deque bietet Ihnen die Tools und Dienstleistungen, mit denen Sie alles erfahren, was Sie über Barrierefreiheit im Web wissen müssen. Ganz gleich, ob Sie sich einfach nur näher mit dem Thema Barrierefreiheit befassen möchten oder Ihr Unternehmen an die Standards für barrierefreie Websites anpassen müssen – wir helfen Ihnen gerne weiter!
Nächste Schritte
- Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie den Einstieg in die digitale Barrierefreiheit schaffen können.
- Erfahren Sie mehr über die Einbeziehung von Nutzern mit Behinderungen in UX-Tests.
- Sehen Sie sich an, wie Nutzer ihre Erfahrungen mit der Barrierefreiheit im Internet schildern.
- Erfahren Sie mehr über unsere Barrierefreiheitsdienste.