Im vergangenen Herbst veranstaltete „ Deque “ ein Webinar zum Thema Rechtsstreitigkeiten im Bereich Barrierefreiheit, das von dem renommierten Anwalt für Behindertenrechte John D. Kemp moderiert wurde. Im Webinar wurde die steigende Zahl von Klagen aufgrund von Problemen mit der digitalen Barrierefreiheit erörtert sowie die Möglichkeiten, wie Unternehmen ihr Risiko minimieren können. Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Webinar war, dass viele dieser Klagen wegen mangelnder digitaler Barrierefreiheit oft bereits dann zustande kamen, wenn sich nur ein einziger Nutzer über die mangelnde Barrierefreiheit einer Website beschwert hatte. Denken Sie einmal darüber nach – es reicht schon eine einzige Person, die Ihre Website oder App nicht nutzen kann, um eine Klage einzureichen. Diese eine Person steht stellvertretend für Hunderte, wenn nicht Tausende anderer Nutzer, die die Nutzung Ihrer Website wahrscheinlich aus Frustration aufgegeben haben.
Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der digitalen Barrierefreiheit vermeiden
Die Lehre daraus ist klar: Eine nicht barrierefreie Website kostet Sie Umsatzverluste und setzt Ihr Unternehmen möglicherweise der Gefahr kostspieliger Rechtsstreitigkeiten aus. Oftmals erkennen Unternehmen erst dann, dass ihre Website nicht barrierefrei ist, wenn sich ein Nutzer mit einer Behinderung zu Wort meldet und sich darüber beschwert. Für Unternehmen ist es absolut unerlässlich, solche Beschwerden schnell, effektiv und einfühlsam zu bearbeiten. Aus diesem Grund hat „ Deque “ den Leitfaden „How to Handle a Web Accessibility Complaint“ erstellt – einen kostenlosen Leitfaden zum Herunterladen, der Ihrem Unternehmen dabei helfen soll, auf Probleme von Nutzern mit Behinderungen zu reagieren.
Ihre Organisation kann bei Barrierefreiheitsfehlern auf Ihrer Website proaktiv vorgehen, indem sie die hilfreichen Tipps in diesem Leitfaden befolgt. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie effektiv mit Nutzern kommunizieren, die Probleme gemeldet haben. Wenn Sie sich nach bestem Wissen und Gewissen um die Behebung von Fehlern auf Ihrer Website bemühen und gleichzeitig einen offenen Dialog mit den Nutzern pflegen, die Schwierigkeiten hatten, können Sie Probleme weitgehend vermeiden, bevor sie überhaupt zu Rechtsstreitigkeiten eskalieren. Ein besseres Management Ihrer Reaktionen auf Barrierefreiheitsprobleme beugt nicht nur künftigen Rechtsstreitigkeiten vor, sondern verbessert auch den Kundenservice – für ALLE Ihre Kunden.